Rücktritt

Einer meiner größten Wünsche ist, daß mal ein Politiker über seine tatsächlich ausgeübte Politik stolpert und sein Amt verliert, und nicht über eine beknackte Affaire oder ein Verhalten, das privat stattgefunden hat oder eine Äußerung, die von der Presse des Amtes nicht würdig empfunden wird.

Wär das nicht schön?

Das Prinzip Radweg

Radwege sind „Verkehrswege 2. Wahl“ und sie werden als solche behandelt. Fast alles, was mit Radwegen geschieht und wie mit ihnen umgegangen wird, ist auf einer Fahrbahn undenkbar oder zumindest würde es heftigen Protest hervorrufen. Dieses Prinzip steckt in den Köpfen der Menschen und es ist dort auch nicht herauszubekommen, indem man einen „guten Radweg“ erfindet.

aus

http://bernd.sluka.de/Radfahren/Prinzip.html

U-Boot

Die AfD gibt sich als Partei der „kleinen Leute“ – ihr Programm spricht eine andere Sprache. – Von SEBASTIAN RANGE, 16. März 2016 – Aus den Landtagswahlen in Sa

AfD: Neoliberaler Wolf im Schafspelz

Konsequenterweise will die AfD die Sozialsysteme privatisieren, und macht da weiter, wo andere bereits ganze Vorarbeit geleistet haben: Rot-Grün hat es mit der Privatisierung des Rentensystems („Riester-Rente“) vermocht, Millionen Angehörigen der Arbeiterklasse die Altersarmut zu sichern, und dafür die Kassen bei Versicherungskonzernen klingen lassen.

Philosophenproblem – Wikipedia

Fünf Philosophen sitzen an einem runden Tisch, und jeder hat einen Teller mit Spaghetti vor sich. Zum Essen von Spaghetti benötigt jeder Philosoph zwei Gabeln. Allerdings waren im Haushalt nur fünf Gabeln vorhanden, die nun zwischen den Tellern liegen. Die Philosophen können also nicht gleichzeitig speisen. Jeder darf nur die beiden Gabeln nehmen, die rechts und links von ihm liegen.

Quelle: Philosophenproblem – Wikipedia

Altruismus: Besser so?

Sie nennen sich effektive Altruisten und wollen mit kalkulierter Empathie die Welt verändern. Der Kopf der Bewegung ist der 28-jährige Philosoph William MacAskill mit seinem Buch „Gutes besser tun“. Ein Besuch in Oxford

Quelle: Altruismus: Besser so?

Zen und Superhelden

Superhelden retten die Welt. Die Welt ist ständig in einem Status, der Rettung notwendig macht. Würde die Welt nicht gerettet werden, so würde sie untergehen. Scheißwelt.

Das ist im Zen anders.
Menschen sind erstens nicht so unglaublich toll, dass sie die Welt retten könnten, die Welt ist auch nicht so kaputt. Man ist nicht verantwortlich für die Welt, man ist selbst Welt. Das erleichtert schon mal Vieles.

Und zeigt, wie schwierig es sein muss, Amerikaner zu sein. Amerikaner sind Menschen, die die totale Kontrolle über sich selbst haben. Sie können ihr eigenes Schicksal so perfekt steuern, dass sie darüberhinaus sogar in der Lage sind, das Schicksal der Welt in die Hand zu nehmen. Abgesehen davon dass das ein wenig unbescheiden ist, ist es auf der anderen Seite auch ziemlich belastend.
Amerikaner zu sein heißt, in einer ständigen Überlastung zu leben. Man ist stets Superheld.

Das Problem besteht darin, auch mal etwa gut sein zu lassen. Etwas gelten zu lassen, das nicht man selbst ist. Der Welt ihre eigene Bewegung zuzugestehen. Und ich bin schließlich auch von außen in Bewegung gesetzt. Das muss man auch mal affirmativ sehen und schön finden.

Ein Anhänger des Zen lässt seine Gedanken frei und ohne Kontrollinstanz sie selbst sein. Er erhofft sich dadurch, sein eigentliches Selbst zu werden. Ein Anhänger eines „starken Ichs“ kann sogar sein eigenes Denken steuern, und erhofft sich dadurch er selbst zu werden. Beides beinhaltet einen infiniten Regress, der darin besteht, dass die Kontrolle kontrolliert werden muss. Aber das ist irgendwie komisch, denn jeder weiß ja, dass er selber handelt, und nicht ein doppeltes ich.

Außer mir. Ich weiß das nicht.

Medien und Emotion

Eine zentrale Frage menschlichen Lebens hat mit Dramaturgie zu tun, nämlich die Frage, was von Emotionen zu nicht realen Ereignissen zu halten ist.
Wenn wir träumen, so haben wir oft starke Emotionen. Ebenso könnten wir einen Film sehen, Musik hören, ein Spiel spielen oder uns mit einem Freund unterhalten. All das kann Emotionen in uns bewirken die in einer gewissen Weise nicht echt sind: Es sind keine Reaktionen auf eine wirkliche Situation in der wir sind.
Das Mitgefühl spielt dabei eine eigene Rolle. Im Fall des Gesprächs fühle ich nicht nur was mein Freund erlebt hat, sondern ich habe zusätzlich Mitgefühl mit ihm.
In den anderen Fällen entspringen die Emotionen aber einer Täuschung oder einem Irrtum. Sie haben nicht denselben Stellenwert wie „reale“ Emotionen.

Oder haben sie?

Die folgenden Fragen mögen uns bei der Bewertung helfen:

Sind drogeninduzierte Gefühle in Ordnung?
Soll man sich von einer Operette mitreißen lassen?
Darf man mehr fühlen als der Betroffene selbst?
Wird man Zeuge eines Unfalls, sollte man seine Emotionen nicht besser unterdrücken, um besser helfen zu können?
Wie viel Zeit sollte man im Leben mit dem Lesen von Romanen verbringen? Ist dabei die Emotion wichtiger als das, was man aus dem Buch lernen kann?
Kann man sein Leben verträumen? Verschwenden? Vergeuden?
Welche Kriterien machen da Sinn?
Müssen wir unsere Gesellschaft ändern? Kritisieren? Uns selbst?

Dramaturgie ist die Kunst, Emotionen aus einer vorgespielten Szene zu erzeugen. Dazu kann das Setting der Szene oder die Struktur der Szene oder der Inhalt der Szene angepasst werden. Das Setting der Szene kann das Medium sein, in der die Szene gezeigt wird. Es kann aber auch ganz traditionell das Bühnenbild gemeint sein. Die Struktur ist die Organisation der einzelnen Teile der Szene. Das reicht vom Rhythmus über den Stil bis zur Besetzung, kurz: Die Inszenierungsweise. Und letztlich ist der Inhalt davon nicht zu trennen. Hier macht es Sinn als Inhalt den reinen Szenentext und die Handlungsanweisungen zu verstehen. Ich würde aber Verschiebungen zwischen Setting, Struktur und Inhalt erlauben.

Der Zuschauer hat die besondere Fähigkeit, sich absichtlich in eine vorgespielte Situation hineinzufühlen, indem er seinen Gefühlserlebensapparat auf die Situation lenkt. Oft ist es nötig, dass der Vorführer der Situation deutlich macht, dass die Situation nicht echt ist.

Ich gehe davon aus, dass wir Menschen so eine Art Gefühlssimulation eingebaut haben, die wir gerne anwerfen um in einer ungefährlichen echten Situation gefährliche falsche Situationen erleben zu können und so unsere Gefühle testen und weiterentwickeln zu können.

Wahrscheinlich ist diese Simulation, so vermute ich jedenfalls, nichts anderes als die Herstellung von Emotionen in der Erinnerung. Emotionen helfen uns an etwas zu erinnern. Wir speichern die Situation bessern, wenn wir sie auch mit Gefühlen wahrgenommen haben. Oder wenn sie uns etwas bedeutet hat, so dass wir über die Betroffenheit mit Gefühl dabei gewesen sind.
Nun machen wir es aber beim Erinnern der Situation genau anders herum: Erinnern ist ein aktiver Prozess, bei dem die Erinnerungsinformation aktiv wiederhergestellt wird. Bei der das Erinnerte rekonstruiert wird. Und hier kommt die Gefühlssimulation ins Spiel. Wir benutzen die Simulation, um das Erinnerte wieder mit Gefühlsinhalten zu versehen. Damit werden wir einerseits der Situation gerecht und speichern das Erinnerte noch einmal besser langfristig. Dabei geht allerdings auch Stück für Stück die Präzision der Erinnerung verloren.

Das Moralgefühl ist übrigens die Verbindung von Emotion und Situation. Wenn eine Sache gegen das Moralgefühl des Zuschauers verstößt oder es bewegt, so werden Emotionen ausgelöst. Die Emotionen selber sind aber auch ein Vehikel, um eine Moral innerhalb einer Geschichte zu vermitteln. Man kann also eine Geschichte emotional wirken lassen, indem man moralische Konflikte verwendet, man kann aber auch andersherum eine Geschichte emotional konstruieren, so dass sie moralische Konflikte anspricht, auslöst oder bewegt. In diesem Spannungsfeld der Wechselwirkung von Moral und Emotion finden Stories zu sich selbst und machen sie wertvoll. Auch wenn die Emotion nur aus einer unwirklichen Situation hergestellt wird.

Wenn das nun fortdauernd und ohne Verbindung zum echten Leben zu einer Verfestigung moralischer Vorstellungen und Emotionen führt, dann hat das Medium erziehend gewirkt. Und das ist schon erschreckend.

Ein Olf

Ist die Maßeinheit für Gerüche und entspricht dem Ausdüstungen eines Erwachsenen, der gestern geduscht hat und einen Tag lang in sitzender Tätigkeit in einem ungelüfteten angenehm warmen Zimmer einer bestimmten Größe vor sich hin riecht.

Ich freu mich, dass es sowas gibt.

Ich ärgere mich, weil ich hoffte das selbst entdeckt zu haben unter dem Namen „Snüff“. Macht nichts, verbreitet das Wissen! Die Geruchseinheit heißt Olf! Ein Sportler nach dem Sport hat übrigens um die 30 Snüff, ähhh, Olf.

Namensgeber ist Ole Fanger, der den Begriff natürlich nicht aus seinem eigenen Namen abgeleitet hat, sondern von „olfaktorisch“. Er unterscheidet sogar zwischen der geruchsherstellenden Kraft einer Geruchsquelle (Olf) und dessen subjektiver Wirkung (Dezipol). Ich denke man muss hier 5 gerade sein lassen und erst mal den Olf in die Umgangssprache einführen.

Dazu passt das hier: https://www.youtube.com/watch?v=onXFHb81lj4